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Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten

Wahlen in den USA in der Mitte der Amtszeit eines Präsidenten

Die Zwischenwahlen (englisch U.S. Midterm Elections kurz Midterms; von „Mitte der Amtszeit [des Präsidenten]“ oder auch Halbzeitwahlen) sind in den Vereinigten Staaten diejenigen allgemeinen Wahlen, die alle vier Jahre am bundesweiten Wahltag, also dem Dienstag nach dem ersten Montag im November, stattfinden und in die Mitte der vierjährigen Amtszeit des Präsidenten fallen. Dabei werden alle Sitze des Repräsentantenhauses und ein turnusmäßiger Teil (33 oder 34 der 100 Sitze) des Senats neu gewählt. In vielen Bundesstaaten finden am selben Tag zusätzlich Gouverneurswahlen sowie weitere Wahlen zu den Staatsparlamenten und weiteren Ämtern statt. Halbzeitwahlen können die Mehrheitsverhältnisse im Kongress verändern und gelten daher auch als politisch bedeutsamer Stimmungstest für die Bundesregierung in der zweiten Hälfte einer Präsidentschaft.

Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten
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Rolle im politischen System

Die Zwischenwahlen werden oft als Stimmungsbild zur Politik des amtierenden Präsidenten interpretiert: Beispielsweise besaßen die Republikaner im Repräsentantenhaus und die Demokraten im Senat nach den Wahlen im Jahr 2000 eine jeweils knappe Mehrheit. In das Amt des Präsidenten wurde der Republikaner George W. Bush gewählt. Bei den darauf folgenden Halbzeitwahlen 2002 wurde die Politik der Regierung bestätigt: Die Republikaner konnten in beiden Kammern deutliche Stimmengewinne erzielen und im Senat die Mehrheit zurückgewinnen.

Häufig zeigte sich, dass sich zwei Jahre nach einer Präsidentenwahl eine Mehrheit der Partei, die den Präsidenten stellt, schwer verteidigen lässt. So hatten die Republikaner mit dem Sieg von George W. Bush im November 2004 eine Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses errungen. Bei den Halbzeitwahlen 2006 jedoch konnten die Demokraten in beiden Kammern die Mehrheit übernehmen. Gewinnt eine Partei überdurchschnittlich viele Mandate hinzu, spricht man auch von einer Wave election. Diese kann aber auch parallel zur Präsidentschaftswahl auftreten, wenn sich das Kräfteverhältnis im Kongress wesentlich verändert.

34 der 50 Bundesstaaten wählen ihre Gouverneure alle vier Jahre gleichzeitig mit den Halbzeitwahlen; Vermont und New Hampshire wählen sie gleichzeitig mit den Präsidentschafts- und den Halbzeitwahlen alle zwei Jahre. Viele Staaten wählen auch mit den Halbzeitwahlen zusammen ihre staatlichen Legislativen und die Verwaltungen der Countys.

Übersicht der Zwischenwahlen

Die folgende Übersicht zeigt die politischen Mehrheitsverhältnisse nach den

Zwischenwahlen. Die Parteizugehörigkeiten und Mehrheitsverhältnisse beruhen

auf den historischen Übersichten des Repräsentantenhauses und des

Senats.

Bis zur Ratifizierung des 17. Zusatzartikels

im Jahr 1913 wurden die Senatoren grundsätzlich von den Parlamenten der

Bundesstaaten bestimmt. 1914 fanden erstmals sämtliche regulären

Senatswahlen als Volkswahlen statt.

Seit 1914

Die Angaben zur Sitzveränderung bezeichnen die Differenz zwischen der Zahl

der von der Partei des amtierenden Präsidenten gewonnenen Sitze und der Zahl

der von ihr bei der jeweils vorangegangenen allgemeinen Wahl gewonnenen

Sitze. Sie beziehen sich auf die unmittelbaren Wahlergebnisse. Die Angaben zur Kontrolle der beiden Kammern beziehen sich

auf den jeweils folgenden Kongress.

Weblinks

deutschlandfunk.de, Dossier US-Kongresswahlen 2018

Das Kapitol in Washington, D.C., Sitz des Kongresses. Bei Halbzeitwahlen werden das Repräsentantenhaus und Teile des Senats neu gewählt.
Das Kapitol in Washington, D.C., Sitz des Kongresses. Bei Halbzeitwahlen werden das Repräsentantenhaus und Teile des Senats neu gewählt.Image credits and license

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